SAARLÄNDISCHES STAATSTHEATER

Das Staatstheater in Saarbrücken wurde 1937 bis 1938 nach Entwürfen von Paul Otto August Baumgarten im neoklassizistischen Stil erbaut. Offiziell wurde es dem Saarland für das Abstimmungsergebnis im Jahr 1935, mit dem die Saarländer sich für eine Angliederung an das Deutsche Reich entschieden hatten, von der damaligen nationalsozialistischen Regierung „geschenkt“, wobei dann doch ein Großteil von der Stadt Saarbrücken finanziert werden musste. Das Gebäude sollte nach dem Willen der Machthaber an der Grenze des Deutschen Reiches als „Bollwerk“ gegen Frankreich dienen.

Das Gebäude brannte infolge von Brandanschlägen und Bombardierung im Zweiten Weltkrieg mehrfach aus, wurde aber jedes Mal wieder restauriert. Aufgrund der Nähe zur Saar kam es außerdem zu Wasserschäden durch Überschwemmungen. Das Staatstheater verfügt über 875 Plätze (510 Plätze im Parkett, 185 Plätze im 1. Rang, 180 Plätze im 2. Rang).

Ein Umbau in den Jahren 1985 bis 1989 wurde von Gottfried Böhm und dem Saarbrücker Büro Krüger und Rieger geplant und beaufsichtigt. Der Berliner Maler Peter Schubert gestaltete die Kuppel über dem Zuschauerraum abstrakt mit intensiv farbigen lodernden Wirbeln und Wogen. Eine weitere Renovierung wurde im Jahre 2014 abgeschlossen.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Saarländisches_Staatstheater)